Mittwoch, 27. April: »Genomics alter Pathogene«

Dr. Dr. Verena Schünemann
»Genomics alter Pathogene: Neue Einblicke in die Geschichte von Pathogenen«
Mittwoch, 27. April 2016, 19 Uhr
Neue Universität, Hörsaal 01

Alte DNA Forschung an historischen Pathogenen ist ein neuer Weg Einblicke in evolutionäre Geschichte von Krankheitserregern und ihrer Anpassung an verschiedene Wirtsorganismen zu gewinnen. In Kombination mit neuesten Next Generation Sequenzierungstechniken können so potentielle Verursacher historischer Pandemien identifiziert werden und über genomweite Studien durch den Vergleich von historischen und modernen Pathogen Genomen die Entwicklung des jeweiligen Krankheitserregers über einen sehr langen Zeitraum nachvollzogen werden. Als Beispiel für ein historisches Pathogen wird in diesem Vortrag Mycobacterium leprae, der Verursacher der Krankheit Lepra, und seine evolutionäre Geschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit genauer vorgestellt.

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Verena Schünemann

Frau Dr. Dr. Verena Schünemann arbeitet derzeit als Gruppenleiterin und akademische Rätin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen im Fachbereich Geowissenschaften. Sie ist hier in der 2010 von Prof. Dr. Johannes Krause ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe für Archäo- und Paläogenetik tätig. Der Fokus der Arbeitsgruppe liegt auf der Analyse fossiler DNA aus menschlichen Überresten (altDNA) und der Untersuchung historischer Pathogene, über die Einblicke in die Evolution von Infektionskrankheiten gewonnen werden können. In den letzten Jahren konzentrierte sich Frau Schünemann im Rahmen verschiedener Projekte auf die Identifizierung und Charakterisierung verschiedener alter Pathogene, wie das Yersinia pestis Genom des Schwarzen Todes und das mittelalterliche Mycobacterium leprae Genom.

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