Kategorie-Archiv: Alte Vortragsreihen

Montag, 20. Juli: Vom Hirn zur Hand: Wie funktionieren Neuroprothesen?

Prof. Dr. Hansjörg Scherberger
Vom Hirn zur Hand: Wie funktionieren Neuroprothesen?
Montag, 20. 7. 2015, 19 Uhr c.t.
Neue Universität, Hörsaal 01

Maschinen mit den Gedanken steuern?!

Lange Zeit war das eher der Stoff für Science Fiction. Mittlerweile ist es Stoff aktueller Forschung, die Repräsentation von Bewegungen im Gehirn zu untersuchen, und zu versuchen, Bewegungsintentionen zu erkennen. Das ermöglicht zum Beispiel die Steuerung von Prothesen einzig durch die eigenen Gedanken.

Scherberger

Wir freuen uns, Prof. Dr. Hansjörg Scherberger vom Deutschen Primatenzentrum für den dritten Vortrag in der Reihe »Mensch:Maschine« gewonnen zu haben.

Scherberger und seine Gruppe am Deutschen Primatenzentrum spezialisiert sich auf die Neurophysiologie der Handfunktion von Primaten. In seinem Vortrag erklärt er unter anderem, wie die neuronalen Signale einer Bewegungsintention aussehen, und wie eine Gehirn-Maschine-Schnittstelle für Handbewegungen entwickelt werden kann und dies zum Beispiel für die Steuerung von Handprothesen genutzt werden kann.

Scherberger hat Mathe und Medizin in Freiburg studiert, bevor er sich als Postdoktorand in Zürich und Pasadena, Kalifornien, mit den neuronalen Signalen bei Bewegungsabläufen beschäftigte. Nachdem er Gruppenleiter am Institut für Neuroinformatik in Zürich war, ist er nun seit 2008 Professor für Primaten-Neurobiologie an der Universität Göttingen und Leiter der Abteilung Neurobiologie am dortigen Deutschen Primatenzentrum.

Donnerstag, 2. Juli: Geschichte der Mensch-Maschine-Interaktion

Dr. Philipp Aumann
Geschichte der Mensch-Maschine-Interaktion
Donnerstag, 2. Juli 2015, 19 Uhr
Neue Universität Heidelberg, Hörsaal 4

Wo hört der Mensch auf? Wo fängt die Maschine an?

Kybernetik – also die Analyse von Organismen, als wären sie Computer, und die Konstruktion von Computern nach dem Vorbild von Organismen – ist in unserer heutigen Gesellschaft von hoher Bedeutung: Wie geht die Gesellschaft mit diesem Thema um? Und wie entwickelte sich der Blick der Öffentlichkeit auf eine zunehmende Vermenschlichung der Technik und gleichzeitige Technisierung des Menschen?

Dr. Philipp Aumann
Dr. Philipp Aumann

Dr. Philipp Aumann wird in einem zweiten Vortrag in der »Mensch:Maschine« die Entwicklung der Kybernetik in der Bundesrepublik Deutschland beleuchten.
Die Kybernetik hat sich seit den 1950er Jahren zu einer regelrechten Modewissenschaft entwickelt, die durch ihre weitgreifenden Konzepte Erwartungen von beinahe mythischem Ausmaß erweckte. Damit regte sie gleichermaßen die Forschungspraxis sowie einen öffentlichen Diskurs an.

Gerade die Interaktion von Öffentlichkeit und Kybernetik stehen im Mittelpunkt von Aumanns Betrachtungen: Wie schaffte es die Kybernetik in den Fokus der Öffentlichkeit zu gelangen? Welches Bild von Kybernetik entstand im öffentlichen Denken und wie wirkte es sich auf die weitere Entwicklung der Kybernetik aus? Diese und weitere Fragen werden anhand einschlägiger Beispiele thematisiert.

Aumann studierte Geschichte und Geographie in München und Wien und promovierte 2008 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neben seiner Dissertation arbeitete er am deutschen Museum in München als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsinstituts und des Münchner Zentrums für Wissenschafts- und Technikgeschichte. Neben Tätigkeiten als wissenschaftlicher Volontär am Museum der Universität Tübingen und als Kurator, veröffentlichte er 2009 das Buch »Mode und Methode: Die Kybernetik in der Bundesrepublik Deutschland«.

Eröffnungsvortrag an 27. Mai: Simulieren, was wir nicht verstehen – Das Beispiel Human Brain Project

In diesem Sommersemester beschäftigt sich das Interdisziplinäre Forum unter dem Leitthema »Mensch:Maschine« mit der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Es soll untersucht werden, ob und wie Grenzen zwischen Menschen und Maschinen immer weiter verschwimmen, warum dies passiert und wie Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft damit umgehen.

Karlheinz Meier
Karlheinz Meier

Als Eröffnungsvortrag freuen wir uns, Prof. Dr. Karlheinz Meier begrüßen zu dürfen. Unter dem Titel »Simulieren, was wir nicht verstehen – Das Beispiel Human Brain Project« stellt er dar, wie biologische Daten im Rahmen des Human Brain Projects zusammengeführt werden, Modelle erzeugt werden und schließlich durch Simulationen neue Erkenntnisse über Aufbau und Funktion des Gehirns gewonnen werden können. Auch wenn das menschliche Gehirn schon seit Jahrtausenden untersucht wird und gerade die letzten Jahre viele neue Erkenntnisse brachten: Das Gehirn ist komplex und zahlreiche Fragen bleiben heute noch unbeantwortet; angefangen bei Vernetzung, Umformung und Erkrankungen bis hin zum Verständnis des Bewusstseins. Mit Hilfe des Human Brain Project wird versucht, diese und andere Fragen weiter zu untersuchen.

Meier hat in Hamburg Physik studiert und promoviert. Nach Forschungsaufenthalten am CERN und DESY ist er seit 1992 Professor für Experimentalphysik in Heidelberg. Er ist Gründungsdirektor des Kirchhoff Instituts für Physik und wurde 1999 mit dem Lehrpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Seit 2005 beschäftigt sich Meier mit neuronalen Netzen und ihrer Implementation in Hardware. Er ist Mitinitiator und Kodirektor des Human Brain Projects, ein von der Europäischen Kommission finanziertes und seit 2013 aktives Großprojekt, das das bisherige Wissen über das menschliche Gehirn zusammenführen und unter anderem durch Simulationen erweitern will.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 27.5.2015, 19 Uhr, im Hörsaal 10 der Neuen Universität statt.

Donnerstag, 29. 1.: Now permanently – Zeit in der Gegenwartskunst

So wie das aktuelle Semester neigt sich auch die derzeitige Vortragsreihe des IDF dem Ende zu. Wir haben das Thema Zeit aus ökonomischer, chronobiologischer, philosophischer und physikalischer Sicht betrachtet, nun wollen wir einen künstlerischen Blick wagen.

Hannelore Paflik-Huber
Hannelore Paflik-Huber

Hierzu ist es uns eine besondere Freude, Dr. Hannelore Paflik-Huber im IDF willkommen zu heißen. Die renommierte Kunstwissenschaftlerin studierte unter anderem europäische und ostasiatische Kunstgeschichte und beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit der Analyse und (Er-)Forschung der Zeit in den bildenden Künsten; zur Zeit lehrt sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stattgart. Unter anderem veröffentlichte sie ein Buch, »Kunst und Zeit«, welches die Fassbarmachung und Darstellung von Zeit in zeitgenössischer Kunst thematisiert.

Diese und weitere Aspekte werden auch Inhalt Ihres Vortrages Now permanently – Zeit in der Gegenwartskunst  sein, der am 29. 1. 2015 um 19:00 c. t. in der Neuen Universität, Hörsaal 1 stattfinden wird.

Mittwoch, 14. Januar: Existiert Zeit auf fundamentaler Ebene? Zum Zeitbegriff der modernen Physik

Zeit spielt eine große Rolle in unserem alltäglichen Leben – aber auch in der fundamentalen Physik ist ihre Rolle unbenommen. Die Ergebnisse der Relativitätstheorie von Albert Einstein, die zu den am besten bestätigten Resultaten der Physik gehören, zeigen uns die dynamische Rolle der Zeit in extremen Situationen an; die Quantentheorie indes, ebenfalls sehr gut experimentell belegt, kann diese Eigenschaft der Zeit bisher nicht abbilden. Um die beiden Theorien zu kombinieren, ist es daher für die moderne Physik notwendig, das Konzept der Zeit auf fundamentaler Ebene zu hinterfragen. Dafür konnten wir Prof. Dr. Claus Kiefer aus Köln gewinnen, worüber wir uns sehr freuen.

Claus Kiefer
Claus Kiefer

Kiefer hat in Heidelberg Physik und Astronomie studiert und sich bereits in seiner Promotion intensiver mit dem Begriff der Zeit in der Physik beschäftigt. Seit 2001 hat er eine Professur für Theoretische Physik an der Universität zu Köln inne.
Er gehört zu den renommiertesten Physikern Deutschlands und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem für seinen Essay »Does time exist in quantum gravity?«. Außerdem ist er Autor bekannter wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Bücher zum Thema Quantengravitation.

In seinem Vortrag »Existiert Zeit auf fundamentaler Ebene? Zum Zeitbegriff der modernen Physik« wird er auf das Verständnis des Zeitbegriffs in der Physik eingehen und neueste theoretische Überlegungen vorstellen.

Ort und Zeit:
Mittwoch, 14. 1. 2015, 19 Uhr c. t.
Kirchhoff-Institut für Physik, Hörsaal 2

Freitag, 12. Dezember: Muße, Zeit und Raum

Laut Duden ist Muße die »freie Zeit und [innere] Ruhe, um etwas zu tun, was den eigenen Interessen entspricht«. Eine wichtige Zeit – oder? Bestimmt sie darüber, ob unser Leben ein glückliches ist? Räumen wir ihr überhaupt noch einen Platz in unserem Leben ein? Und welche Perspektive zur Muße vertritt die Philosophie?

Nach Betrachtungen aus den Bereichen der Ökonomie und Chronobiologie widmen wir uns im dritten Vortrag unserer aktuellen Reihe der »Zeit« in der Philosophie. Es ist uns eine Freude und Ehre, Prof. Dr. Günter Figal begrüßen zu dürfen.

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Der renommierte Philosoph studierte und habilitierte hier in Heidelberg und ist seit 2001 Professor für Philosophie in Freiburg. Außerdem hat er Gastprofessuren in Japan, Dänemark und Italien. Seine systematischen Forschungsschwerpunkte sind im Bereich der Metaphysik, Phänomenologie und Hermeneutik – außerdem ist er Herausgeber des »Internationalen Jahrbuchs für Hermeneutik«. Inspiration für seine vielen diversen Werke, wie Bücher, Zeitschriften und Artikel, bekam Figal unter anderen vom Gegenwartsphilosophen Martin Heidegger.

Hier knüpft Figals Vortrag mit dem Titel »Muße, Zeit und Raum« an, der thematisch den Zeitbegriff im Mußeerlebnis diskutieren und erläutern soll.

Ort und Zeit:
Freitag, 12. 12. 2014, 18 Uhr c. t.
Neue Uni, in HS 01

25. November: Von der »inneren Uhr« – Schlafforschung im realen Leben

Liebe Freunde des Interdisziplinären Forums,

in der Fortsetzung der Reihe »Zeit« freuen wir uns auf den Chronobiologen Prof. Dr. Till Roenneberg.
In seinem Vortrag behandelt er die grundlegenden Fragen der modernen Schlafforschung: Wie beeinflusst die »innere Uhr« unseren Schlafrhythmus? Wie lässt sich Schlafqualität objektiv messen? Und wie viel Schlaf braucht ein Individuum, um optimal zu funktionieren?

Chronobiologie

Mit einem starken Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat die Forschung am Schlaf eine große Bedeutung.
Das Human Sleep Project hat sich zum Ziel gesetzt, die dort auftretenden fundamentalen Fragen mit möglichst lebensnahen Experimenten zu untersuchen. Dazu werden unter anderem Schlaf-relevante Daten aus der ganzen Welt zusammengetragen und auf Abhängigkeiten zur Position, Jahreszeit, Klimazone, Kultur und zu verschiedenen Stadien der Industrialisierung/Elektrifizierung hin untersucht.

Roenneberg hat nach wissenschaftlicher Ausbildung an der LMU München und am University College, London, viele Jahre in Harvard gelehrt und geforscht. Als Professor der Chronobiologie, ebenfalls an der LMU, und durch zahlreiche nationale und internationale Preise geehrt, gehört er zu den einflussreichsten Forschern seines Gebiets.

Der Vortrag findet am kommenden Dienstag, 25. 11., 19 Uhr c.t. in Im Neuenheimer Feld 308, Hörsaal 2 in Heidelberg statt.

Eröffnungs-Vortrag am 14. November: Zeit in einer Wirtschaft ohne Wachstum

Ein neues Semester beginnt und damit auch eine neue Vortragsreihe des IDF! Das neue Thema lautet: Zeit.

Der Begriff »Zeit« soll aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet werden. Hierzu haben wir Referenten aus den unterschiedlichsten Fachgebieten eingeladen: Einen Volkswirt, einen Philosophen, einen Chronobiologen, eine Kunstwissenschaftlerin und einen Quantenphysiker – eine ebenso vielfältige wie spannende Formation.

Niko Paech
Niko Paech

Wir sind geehrt zum Auftakt der Reihe Prof. Dr. Niko Paech in Heidelberg begrüßen zu dürfen. Der außerplanmäßige Professor an der Universität Oldenburg ist eine Autorität in der Nachhaltigkeitsforschung und prägte den Begriff der Postwachstumsökonomie, einem Wirtschaftsmodell, welches ohne Wachstum Stabilität, Umweltschutz und Nachhaltigkeit verspricht. In seinem Vortrag »Zur Rolle der Zeit in einer Wirtschaft ohne Wachstum« bindet er den Faktor und die Ressource Zeit in dieses Modell mit ein.

Nach seinem Diplomstudium der Volkswirtschaftslehre und seiner Promotion in Osnabrück war Paech in vielen Bereichen beruflich aktiv – unter anderem als Agenda 21-Beauftragter, Unternehmensberater, Forschungsleiter und Lehrperson; stets mit Bezug zu seinen Forschungsthemen der Nachhaltigkeit, des Umweltmanagements und der Postwachstumsökonomie.

Niko Paech ist eine vielseitige und bemerkenswerte Persönlichkeit und somit ein idealer Kandidat zur Eröffnung der neuen Vortragsreihe.

Der Vortrag findet am 14. November um 18 Uhr c. t. in der Neuen Universität Heidelberg, Hörsaal 14, in deutscher Sprache statt.

Humour in everyday talk

Kaum ist ein Vortrag vorbei, folgt auch schon der nächste!

(English version below)

Humor ist etwas Natürliches, das uns im Alltag ständig begegnet, ohne dass wir gesonderte Aufmerksamkeit darauf verwenden. Oft verwenden wir wie beiläufig humorvolle Bemerkungen, um unserem Gesprächspartner deutlich zu machen: wir sind ihm freundlich gestimmt und lassen uns gerne auf ein Gespräch mit ihm ein. Dieser positiv-konstruktive Einsatzbereich wiegt sicherlich in unserem Leben vor. Gleichermaßen kann aber auch mithilfe von Ironie oder Sarkasmus eine gewisse Spannung erzeugt werden, die je nach Kontext unterschiedlichen Zwecken dient: Einschüchterung, Provokation oder Herausforderung des Gegenübers, die durch die Wahl des Stilmittels Humor jedoch nicht als derart aggressiv intendiert sind, sondern einen Interpretationsfreiraum für etwaige Umdeutungen lassen.

Dieses Spektrum der Bedeutung von konversationellem Humor, das also ebenso breit wie für uns auch jeden Tag aktuell ist, zu beleuchten, ist Thema von Prof. Dr. Neal Norrick bei seinem Vortrag im Interdisziplinären Forum.

Neal Norrick
Neal Norrick

Norrick, seines Zeichens ein amerikanischer Linguist, bringt die besten Voraussetzungen mit, den Alltagshumor auf spannende und aufschlussreiche Weise für uns zu diskutieren: an sein Studium in den Vereinigten Staaten und an seine Promotion an der Universität Regensburg über Allgemeine Sprachwissenschaft schlossen sich mehrere wissenschaftliche Stationen in Deutschland und den USA an, wo er nach seiner Habilitation für einige Jahre lehrte und forschte, bevor er 1997 zum Professor für Englische Sprachwissenschaft in Saarbrücken berufen wurde. Dank seines großen Interesses an »Konversationellem Humor« konnte er auf diesem Gebiet mit wesentlichen Studien über »Conversational Joking« und »Humor in Interaction« wichtige Beiträge leisten. Daneben setzt er sich für die Publizistik seiner Disziplin ein und ist beispielsweise wissenschaftlicher Beirat des »Journal of Humor Research«. Als eines seiner größten Verdienste kann wohl der von ihm initiierte »Saarbrücken Corpus of Spoken English (SCoSE)«, eine beträchtliche Sammlung von Transkriptionen aus englischen Alltagsgesprächen und Scherzkommunikation, angesehen werden.

Wir beschließen unsere Vortragsreihe für dieses Semester also mit einem uns alle berührenden Thema, das die Interdisziplinarität ausweitet auf eine Interpersonalität, da jeder von uns »Humor in everyday talk« praktiziert und rezipiert. Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag am Dienstag, den 29. Juli, um 19 Uhr c. t. im DAI (Deutsch-Amerikanisches Institut, Sophienstraße 12) mit Prof. Dr. Neal Norrick (Vortrag in englischer Sprache).


Humour is a natural thing, something we encounter every day without paying a lot of special attention. Oftentimes, we casually make humourous remarks. Our conversation partner then knows: we are well-disposed towards them and like to talk. This positive-constructive way of using humour is probably the most common in our everyday life. Much in the same way, we can use irony or sarcasm to build up a certain tension, which can serve different purposes: intimidation, provocation, challenge. By choosing the stylistic device of humour, the intention is at the same time not perceived as very aggressive, but leaves instead some freedom for interpretation.

This range of meanings of conversational humour, which is as broad as relevant to us every day, is the topic of Prof. Dr. Neal Norrick’s talk at the Interdisciplinary Forum.

Norrick is an American linguist and holds all qualifications to discuss everyday humour in an exciting and insightful way: after studying in the United States and obtaining his doctorate in general linguistics at the Universität Regensburg, his academic journey led him through Germany and the USA. After his habilitation he taught and researched there for some years before being offered the english linguistics chair in Saarbrücken. Thanks to his interest in conversational humour, he could make important contributions with his studies on »Conversational Joking« and »Humor in Interaction«. Apart from that, he supports his discipline’s journalism: For example, he is a member of the »Journal of Humour Research«’s scientific advisory board. One of his greatest merits is the initiation of the »Saarbrücken Corpus of Spoken English (SCoSE)«, which is a substantial collection of transcripts from English everyday conversations and humourous communication.

Thusly, we close this semester’s lecture series with a topic that concerns us all, and that extends interdisciplinarity to interpersonality, because everyone of us uses and hears »humour in everyday talk«. We are looking forward to an exciting lecture on Tuesday, July 29, at 19:15 in the DAI (German-American Institute/Deutsch-Amerikanisches Institut, Sophienstraße 12, 69115 Heidelberg) with Prof. Dr. Neal Norrick. The lecture will be held in English.

Freitag, 18. Juli: Die dunkle Seite des Humors

Im dritten Vortrag der Reihe Humor wird das Thema von einer ungewöhnlichen Seite aus beleuchtet.

Es ist uns eine Ehre, am Freitag den 18. Juli Dr. Michael Titze im IDF willkommen zu heißen. Der langjährige Psychotherapeut und Psychoanalytiker ist ein Experte im Bereich der therapeutischen Anwendung von Humor und der »Gelotophobie« – der Angst davor, ausgelacht zu werden.

Michael Titze
Michael Titze

Nach dem Diplomstudium der Psychologie promovierte Titze 1975 an der Uni Konstanz und absolvierte eine Weiterbildung zum Psychotherapeuten und Psychoanalytiker. Seitdem war er als Beirat für verschiedene Zeitschriften aktiv, war Lehrbeauftragter der Fernuniversität Hagen und hält Seminare zur Fortbildung im Bereich der Lachforschung und des therapeutischen Humors. Seit 2010 ist er auch 1. Vorsitzender des HumorCare Deutschland – einer Institution, die sich der Lachforschung, Humoranwendung auf vielen Gebieten und der Vernetzung von Fachleuten verschrieben hat. Eine intensive Laufbahn also, die Michael Titze, wie die anderen Referenten des IDF auch, zu einer spannenden Persönlichkeit macht.

Thematisch wird sich der Vortrag mit der bemerkenswerten Materie der Gelotophobie, der Schadenfreude und der Humortherapie beschäftigen.

Welchen Effekt hat diese »dunkle Seite des Humors« auf unser Miteinander?

Warum tut es uns weh ausgelacht zu werden?

Wie lässt sich Humor praktisch, also in der Therapie, zum Vorteil anwenden?

Mehr dazu erfahren wir am Freitag, 18. Juli um 18 Uhr c.t.  im Hörsaal 14 der Neuen Universität (in deutscher Sprache).