Donnerstag, 2. Juli: Geschichte der Mensch-Maschine-Interaktion

Dr. Philipp Aumann
Geschichte der Mensch-Maschine-Interaktion
Donnerstag, 2. Juli 2015, 19 Uhr
Neue Universität Heidelberg, Hörsaal 4

Wo hört der Mensch auf? Wo fängt die Maschine an?

Kybernetik – also die Analyse von Organismen, als wären sie Computer, und die Konstruktion von Computern nach dem Vorbild von Organismen – ist in unserer heutigen Gesellschaft von hoher Bedeutung: Wie geht die Gesellschaft mit diesem Thema um? Und wie entwickelte sich der Blick der Öffentlichkeit auf eine zunehmende Vermenschlichung der Technik und gleichzeitige Technisierung des Menschen?

Dr. Philipp Aumann
Dr. Philipp Aumann

Dr. Philipp Aumann wird in einem zweiten Vortrag in der »Mensch:Maschine« die Entwicklung der Kybernetik in der Bundesrepublik Deutschland beleuchten.
Die Kybernetik hat sich seit den 1950er Jahren zu einer regelrechten Modewissenschaft entwickelt, die durch ihre weitgreifenden Konzepte Erwartungen von beinahe mythischem Ausmaß erweckte. Damit regte sie gleichermaßen die Forschungspraxis sowie einen öffentlichen Diskurs an.

Gerade die Interaktion von Öffentlichkeit und Kybernetik stehen im Mittelpunkt von Aumanns Betrachtungen: Wie schaffte es die Kybernetik in den Fokus der Öffentlichkeit zu gelangen? Welches Bild von Kybernetik entstand im öffentlichen Denken und wie wirkte es sich auf die weitere Entwicklung der Kybernetik aus? Diese und weitere Fragen werden anhand einschlägiger Beispiele thematisiert.

Aumann studierte Geschichte und Geographie in München und Wien und promovierte 2008 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neben seiner Dissertation arbeitete er am deutschen Museum in München als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsinstituts und des Münchner Zentrums für Wissenschafts- und Technikgeschichte. Neben Tätigkeiten als wissenschaftlicher Volontär am Museum der Universität Tübingen und als Kurator, veröffentlichte er 2009 das Buch »Mode und Methode: Die Kybernetik in der Bundesrepublik Deutschland«.

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