Dienstag, 24. November: De gustibus et erroribus – transzendentale Ästhetik und strafrechtliche Irrtumslehre

Dr. Konstantina Papathanasiou
De gustibus et erroribus – transzendentale Ästhetik und strafrechtliche Irrtumslehre
Dienstag, 24. 11. 2015, 19 Uhr c. t.
Neue Universität, Hörsaal 05
 
Wir freuen uns sehr, daß Dr. Konstantina Papathanasiou die neue Vortragsreihe »Ästhetik« im Rahmen des Interdisziplinären Forums Heidelberg eröffnet.
 
Dr. Konstantina Papathanasiou
Dr. Konstantina Papathanasiou
Auch die Rechtswissenschaften hängen eng mit der Ästhetik zusammen, wie es gerade bei (den Grenzen) der Meinungsfreiheit der Fall ist. Die Zusammenhänge sind im spannenden Bereich des Strafrechts besonders virulent und bieten insbesondere den Irrtums- bzw. Vorsatzfragen eine neue Betrachtungsweise an: Hier wird dem Täter eine verwerfliche Handlung zugerechnet, bei deren Begehung dieser Täter grundsätzlich eine Entscheidung für das Unrecht trifft.
 
Dass eine Handlung als verwerflich zu sehen ist, geht aber darauf zurück, dass der Gesetzgeber diesbezüglich bereits eine Wertentscheidung getroffen hat. Gerade bei der Frage, wie sich die Entscheidung des Täters für die Begehung seiner Handlung und die gesetzgeberische Wertentscheidung miteinander verbinden könn(t)en, lässt sich die transzendentale Ästhetik fruchtbar lesen und somit wird der Versuch unternommen, Kantische Gedanken in die strafrechtliche Irrtumslehre einzuführen. Insofern ist de gustibus et erroribus die Rede!
 
Dr. Konstantina Papathanasiou studierte Rechtswissenschaften in Athen und promovierte 2013 in Heidelberg. Derzeit forscht sie zum Strafrecht im Allgemeinen Teil und zum Medizinstrafrecht, Wirtschaftsstrafrecht, zur Geschichte des Strafrechts und zur Verbindung des Strafrechts und der Kunst, und arbeitet an ihrer Habilitation im Strafanwendungsrecht.

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