Alle Beiträge von Alexandra Rottenkolber

Donnerstag, 22. FEBRUAR 2018: »TRUMP, MIGRANTEN, GroKo: Wie die Wirklichkeit der Medien die Bilder in unseren Köpfen prägt«

Prof. Dr. Michael Haller
»Trump, Migranten, GroKo: Wie die Wirklichkeit der Medien die Bilder in unseren Köpfen prägt.«
Donnerstag, 22. Februar 2018, 19:00 Uhr c.t.
Neue Universität Heidelberg, Universitätsplatz 1, Hörsaal 14

IDF
Das Bild zeigt Prof.  Dr. Michael Haller 2016
Foto: Kreuzkam/HMS

Zum Vortrag:
Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Medien, lautet ein geflügelter Satz des Sozialforschers Niklas Luhmann. Doch wie entsteht diese Medienwirklichkeit, die unser Welt-Wissen, unsere politischen Meinungen und unsere Vorurteile prägt? Medienwissenschaftler Michael Haller hat die Arbeits- und Wirkweise der sogenannten Mainstreammedien während vieler Jahre untersucht. Er kam zum Schluss, dass Schlagworte wie „Lügenpresse“ und „Fake News“ in die Irre führen. In seinem Vortrag zeigt er am Beispiel aktueller Ereignisthemen die Funktionen wie auch Störungen der Medien auf – und gibt Hinweise, was wir Bürger tun sollten, damit wir uns über das aktuelle Geschehen zutreffend ins Bild setzen können.

Zum Dozenten:
Haller studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Universität Basel die Fächer Philosophie, Sozial- und Politikwissenschaften. Haller war 25 Jahre als Reporter und Redakteur in leitenden Funktionen in verschiedenen Pressemedien des deutschen Sprachraums tätig (insb. Basler Zeitung, Weltwoche, Der Spiegel, Die Zeit).

Im Frühjahr 1993 folgte er einem Ruf an die Universität Leipzig. Dort leitete er bis zu seiner Emeritierung Ende 2010 den Lehrstuhl I für Journalistik. Daneben ist er Wissenschaftlicher Direktor des gemeinnützigen Instituts für Praktische Journalismusforschung (IPJ) in Leipzig, das Forschungen zum Thema Journalismus- und Medienqualität betrieb, sowie Studiengangsverantwortlicher für den Masterstudiengang New Media Journalism an der Leipzig School of Media gGmbH. Von 2014 bis 2016 war er als Gesamtleiter Forschung für die Hamburg Media School (HMS) tätig mit den Schwerpunkten Medienqualität und Mediennutzung in Zeiten des Medienwandels.

Zu seinen Forschungsgebieten gehört die Redaktions- und Qualitätsforschung (Schwerpunkt Printmedien und Online); journalistische Methoden und Darstellungsformen sowie Medienethik und Journalismustheorie.

Freitag, 09. Februar 2018: »Künstliche Intelligenz – Zwischen Realität und Science Fiction«

Prof. Dr. Jürgen Gall
»Künstliche Intelligenz – Zwischen Realität und Science Fiction«
Freitag, 09. Februar 2018, 19:00 Uhr c.t.
Neu Universität Heidelberg, Universitätsplatz 1, Hörsaal 14

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Prof. Dr. Jürgen Gall

Zum Vortrag:
Künstliche Intelligenz wurde in den letzten Jahren zu einem Schlagwort, das von Medien, Unternehmensberatern, und PR-Abteilungen gerne verwendet wird. Während kritische Stimmen den aktuellen Rummel nur als alten Wein in neuen Schläuchen bezeichnen, prophezeien andere, dass künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz bald überflügeln wird und dies gleichbedeutend sei mit dem Ende der Menschheit. Die aktuellen Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz beziehen sich in erster Linie auf das maschinelle Lernen und dessen Anwendung zum Beispiel im Bereich der Bildanalyse oder Sprachverarbeitung. Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung im Bereich des maschinellen Lernens mit Anwendung im Bereich der Bild- und Videoanalyse. Ziel ist es zu vermitteln, was schon oder demnächst möglich ist und was eher im Bereich Science Fiction liegt.

 

Zum Referenten:
Professor Jürgen Gall studierte Mathematik in Mannheim und Großbritannien und promovierte in Informatik in Saarbrücken. Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Computer Vision Laboratory der ETH Zurich war er Senior Research Scientist am Max Planck Institut für Intelligente Systeme und ist seit Juni 2013 Professor an der Universität Bonn. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem deutschen Preis für Pattern Recognition im Jahr 2014 ausgezeichnet und 2017 in Venedig durch eine Marr Prize Honorable Mention geehrt.

Dienstag, 16. Januar 2018: »WIRTSCHAFTSPROGNOSEN – WIE HILFREICH SIND KONJUNKTURMUSTER?«

Jun. Prof. Dr. Jonas Dovern
»Wirtschaftsprognosen – Wie hilfreich sind Konjunkturmuster?«
Dienstag, 16. Januar 2018, 19:00 Uhr c.t.
Kirchhoff Institut für Physik (KIP), INF 227, Hörsaal 2

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Jun. Prof. Dr. Jonas Dovern

“Konjunkturzyklen folgen gewissen Mustern. Lassen sich diese Muster für die Konjunkturprognose nutzen? D.h. sind sie so regelmäßig und stabil, dass sie mit quantitativen makroökonomischen Modellen abgebildet werden können? Der Vortrag geht dieser Frage nach und stellt Überlegungen dazu an, ob die Verfügbarkeit von “Big Data” in Zukunft helfen kann, mehr und stabilere Konjunkturmuster zu entdecken und für Vorhersagen auszunutzen.”

Zum zweiten Vortrag der Reihe „Muster“ möchten wir Euch somit recht herzlich einladen. Diesmal freuen wir uns Jun. Prof. Dr. Jonas Dovern begrüßen zu dürfen. 

Dovern studierte Ökonomie ist Maastricht, promovierte 2009 im Bereich der quantitativen Ökonomie in Kiel und ist seit 2014 Juniorprofessor in Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind im Bereich wirtschaftlicher Vorhersagen und Erwartungen, sowie Interaktionen von Gewerben mit den Finanzmärkten.  

Der Eintritt ist wie immer frei!

Donnerstag, 14. Dezember 2017: »STRUKTUREN IM UNIVERSUM«

Prof. Björn-Malte Schäfer
»Strukturen im Universum«
Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19:30 Uhr
Mathematikon, Hörsaal 0.205

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Es ist uns eine Freude den Heidelberger Prof. Björn Malte Schäfer mit seinem astrophysikalischen Vortrag „Strukturen im Universum“ als ersten Referenten der Reihe im Interdisziplinäre Forum willkommen zu heißen. Prof. Schäfer studierte Physik in Heidelberg, Edinburgh und Tokio, habilitierte 2012 in Heidelberg und beschäftigt sich mit verschiedenen Strukturen im Universum, wie z.B. Galaxiehaufen. Zum Vortrag selbst: „Das Universum ist auf fast allen Skalen strukturiert, insbesondere sind Galaxien nicht zufällig verteilt, sondern bilden die kosmische groß-skalige Struktur. In dem Vortrag werden Beobachtungen der Struktur der Milchstraße, der Verteilung der Galaxien und schließlich Strukturen im kosmischen Mikrowellenhintergrund besprochen, die zu der Konstruktion des kosmischen Standardmodells und der Vorstellung geführt haben, dass die meiste Materie im Universum in Form nicht mit Licht wechselwirkender dunkler Materie vorliegt.”

Wie immer ist der Eintritt frei.

Das IDF-Team freut sich, Sie und Euch bei den Vorträgen willkommen zu heißen.

Unsere neue Vortragsreihe zum Thema: “MUSTER”

Ein neues Semester, eine neue Vortragsreihe.

Das Interdisziplinäre Forum Heidelberg hat wieder eine facettenreiche Vortragsreihe auf die Beine gestellt. Zum Thema „Muster“ gibt es eine Vielzahl spannender und fachübergreifender Fragestellungen. Deshalb haben wir renommierte Referenten aus den verschiedensten Gebieten nach Heidelberg eingeladen, um gemeinsam mit uns darüber zu fachsimpeln und zu diskutieren; Hier ein Ausblick auf die Themen, auf die wir uns dieses Semester freuen dürfen:

Astrophysik: Nach welchen grundlegenden Mustern ist das Universum aufgebaut und wie sind diese entstanden?

Ökonomie: Welchen Mustern und Regeln folgen Konjunkturzyklen und wie hilfreich sind solche Modelle bei Vorhersagen?

KI-Forschung: Algorithmische und digitale Erkennung von Mustern – Wie lernt eine Software?

Medien: Gibt es ein Muster, nach dem verschiedene Medien berichten und wie sieht ein solches aus?

Montag, 3. Juli: »Verschwörung, Öl & Bildungskrise — Wie Religionen extremistisch werden am Beispiel des sogenannten Islamischen Staates«

Dr. Michael Blume
»Verschwörung, Öl & Bildungskrise
— Wie Religionen extremistisch werden am Beispiel des sogenannten Islamischen Staates«
Montag, 3. Juli 2017, 19 Uhr c.t.
Neue Universität, Hörsaal 04

MichaelBlume2017RolandWahl
Dr. Michael Blume

Die Politikwissenschaft spricht von Extremismus, wenn eine Bewegung die Geltung der Menschenrechte bestreitet und freiheitlichdemokratische Grundordnungen abschaffen bzw. verhindern möchte. Neben rechts- und linksextremistischen Strömungen erlebten ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch religiöse Extremisten vor allem im Bereich des Islam erheblichen Zulauf. In seinem Vortrag stellt der Religions- und Politikwissenschaftler Dr. Michael Blume die Entwicklung des sog. “Islamismus” (des islamisch legitimierten Extremismus) dar und benennt als Hintergründe vor allem die islamische Bildungskrise ab 1485, den in der Folge aufkommenden Verschwörungsglauben und die in der arabischen Welt weit verbreitete Rentierstaatlichkeit aufgrund reicher Erdölvorkommen.

Lassen wir uns von Dr. Blume in dieses hoch relevante Spannungsfeld einführen und anschließend gemeinsam darüber diskutieren!

Zum Referenten:

Michael Blume ist Religionswissenschaftler, scilogs-Blogger und Buchautor. Der Referatsleiter im Staatsministerium Baden-Württemberg leitete das Sonderkontigent für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak. Dabei kam er in direkten Kontakt mit den Verheerungen, die der sog. islamische Staat im Nahen Osten anrichtete und noch immer betreibt.